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R E V I E W S

Präsentiert von Rockfact Music Club & IRON-T21

Rockfact Music Club, Münchenstein,  Schweiz – 23.03.2019

Die „Under One Hat Tour“ ist eine Tournee, welche vier Bands mit verschiedenen Stilrichtungen aus verschiedenen Gegenden der Schweiz vereint. Am 2. März 2019 war der Startschuss und der Tross setzte sich in Bewegung. Für eine Show im Rockfact Music Club besuchte man den Kanton Baselland. Eine tolle Sache um einheimische Musiker zu unterstützen und etwas Neues zu entdecken. Und frühlingshaftes Wetter bringt zusätzliche Freude um rauszugehen und ein Konzert zu besuchen.

 

Als erste Band eröffnete Teronation den Abend um 21:15 Uhr. Die junge Thrash Metal Band aus Greifensee, Zürich gründete sich 2011 als Heavy Metal Band. „Treachery“ erklang und eine Portion Thrash Metal mit einem Schuss Metallica wurde serviert. Bei den Gitarrensolos hörte man den Heavy Metal

Einfluss. Hier standen eindeutlich Iron Maiden als Paten zur Seite. Die Mischung kam sehr gut an und begeisterte die Zuschauer. Nach „Took It“ endete der Auftritt nach 20 Minuten. Die Bandmitglieder verliessen die Bühne und wurden mit Applaus verabschiedet.

Setliste Teronation Treachery

Death Dealer

Nowhere To Hide

Took It Okto

 

Vulgaris spielte um 21:45 Uhr. Die jungen Bündner spielen „Tube Rock“, welcher sich auszeichnet durch eine raue Frauenstimme, durchtriebene Gitarren und einen erdigen Rhythmus. Eine gute Gelegenheit ihre EP „Tube One“ vorzustellen und sich dem Publikum zu präsentieren. Sängerin Sarah Jack brachte Rock’n’Roll durch ihren Gesang in die Musik ein und mit ihrer Bandkollegin Mary Martens floss Noise Rock ein. Es ist schwierig ihren Stil zu definieren durch die verschiedenen Einflüsse. Jedoch fällt man dadurch auf und kriegt Applaus für die Darbietung. Nach „Go Song“ verabschiedeten sie sich und verliessen die Bühne. Das war eine interessante Reise in alternative Gefilde.

Setliste Okto Vulgaris

Escape

Hero

Common

Blow

Go Song

 

Dann wurde es Zeit für Izamanya. Die Gruppe bestehend aus Sängerin Iza Loosli (Bluesaholics / Sweet November) und Many Maurer (ex-Killer und Krokus-Mitglied von 1988-2000) trat bisher einmal im Rockfact Music Club auf. Damals spielten sie akustisch. Dieses Mal wurde es elektrisch. „Warrior Of The Heart“ von der ersten CD „Second Life“ läutete den Auftritt ein. Iza Loosli präsentierte sich mit einem strahlenden Lächeln dem Publikum. Ihre Rock / Metal Musik wurde pur, echt und direkt umgesetzt. Iza zeigte eine stimmliche Glanzleistung und Many Maurer zeigte Leidenschaft an der Gitarre. Ihnen zuzusehen war ein audio-visueller Hochgenuss, denn die Harmonie zwischen Ihnen war von Anfang an sichtbar. Durch den zweiten Gitarristen Remo Cadalbert erhielt der Sound zusätzlich Härte und mehr Groove. Das gefiel den Zuschauern und nach „Back To Life“ endete der Auftritt. Für ihre Darbietung erhielten sie viel Applaus.

Setliste Izamanya

Warrior Of The Heart

I Don’t Wanna Die

Pissin‘

I Still Believe

Back To Life

 

Zu später Stunde betrat 2Bad die Bühne.

Eine wilde Mischung aus 80er Classic Rock und modernem Heavy Metal folgte. Oder man nennt es einfach „Purplesnakeboneuropelukaterlandish“. Sänger Daniel Brönimann glänzte mit Charisma und erinnerte gesanglich an den legendären Sänger Geoff Tate (ex-Queensrÿrche, Operation Mindcrime). Keyboader Vito Rettenmund fügte mit seinem Tastenspiel Deep Purple Einflüsse hinzu. Bassist Dan Grossenbacher unterstützte gelegentlich mit Gesangseinlagen und im Hintergrund sang Backgroundsängerin Denise mit. Durch Gitarrist Steve Businger kam das Publikum in den Genuss von melodischen Gitarrensoli. Einfach herrlich wie er seine Fingerfertigkeit unter Beweis stellt. Die Band funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk und präsentiert eine explosive, eingängige Rock/Metal Mischung, die von Anfang bis Ende fesselt. Darum ist es kein Wunder, dass sie nach dem letzten Lied „Natural Groove“ mit viel Applaus verabschiedet werden. Das war ganz grosses Kino. Ich bin sprachlos.

Setliste 2Bad

Waiting for the Night

Aiming High

Live Wire

Traces in the Sand

Wasted

Natural Groove

 

Fazit: ein gelungener Abend mit viel abwechslungsreicher, interessanter Musik endete. Zurück bleiben Erinnerungen an diese unvergessliche Nacht. Oder „A Night To Remember“ wie Bryan Adams einmal sang. Livebericht und Fotos von Dominic Latscha

Livereview: Under One Hat Tour 2019 feat.
 Izamanya - 2Bad - Okto Vulgaris - Teronation

09. März 2019, Zürich - Komplex 457 Club
Text & Pics by Leopold
Was war meine Freude gross auf dieses sehr interessante und vielseitige Package eidgenössischer Metal-Musik (Genre von A-Z) zu geniessen im Komplex 457 Club, in einer wirklich gediegenen, kleinen und familären Atmosphäre. Tröpfelndweise kamen das Publikum in den Club runter, ich sag' mal so an +/- 50 Nasen waren's schlussendlich doch noch. Und eben genau diese Nasen, die mit dem sehr, sehr guten Riecher, die kamen allesamt auf die Rechnung, doch lest mal die nächsten, zusammengefassten Zeilchen ...

Izamanya
Eröffnet wurde das wunderbare Spektakel und Happening mit den Luzernern Izamanya, bestehend aus Iza Loosli (Vox), Many Maurer (Guitars), Remo Cadalbert (Guitars), Roman Engler (Bass) und Marius Matt (Drums), ab und zu auch Peter Haas an den Drums zu finden, heute war es Marius der fleissig trommelte. Richtig goiler, erfrischender Hardrock, Alternative Hardrock, und zwar 5 Songs spielten Izamanya. Hammer, wie technisch sauber, 'Bühnensau'-mässig die Party begann. Sie erinnerten mich leicht so an Mötley Crüe und Soundgarden, um euch einen Eindruck zu ermöglichen. Many an der Lead- und Rhythmusklampfe in Bestform, ab und zu mit unterstützendem Backgroundgesang, aber was für goile und wunderbare Soli er zum Besten gab, absolute Weltklasse. Dabei erhielt er mit Remo einen wahren, treuen Gefährten an der Rhyhtmusgitarre, der sich in den den Dienst des Gesamtsounds stellte und Many hervorragend präzise unterstützte. Mit Roman am Tieftöner und Marius treibend hinter der 'Küche' war die hardrockende Groovemaschinerie in Gang gesetzt. Iza's rauer, beinahe heiserer - ja, er schreibt's jetzt tatsächlich ... - whiskeygetränkter Gesang, kraftvoll, sanft und energisch. Diese hardrockende Walze in Fahrt, ein wahrer Genuss eidgenössischem Musikschaffen härterer Gangart. Wie gesagt, 5 Songs, 5 Dampfhammer, dieser Pizzaboden ist genüsslich flach gewalzt worden.


2Bad
Nach einer kurzen, etwa +/-5-minütiger Pause, enterten dann der Sechser bzw. Siebners namens 2Bad die Stage des Komplex 457 Clubs. Feiner, atmosphärischer, tragender Hardrock, Melodic-Metal und leichten NWOBHM-Anklängen so à la Deep Purple, Praying Mantis, Uriah Heep und Konsorten erfüllten die Windungen des Clubs. 2Bad, heute Abend als Sechser unterwegs, das sind in der neuen, aktuellen Besetzung Daniel Brönnimann (Vocals), Steve Businger (Guitars), Dänu Grossenbacher (Bass), Victor Rettenmund (Keys), Thomas Wälti (Drums) und Denise Schwab-Businger (Backing Vocals) - im Duett oder in Stellvertretung sonst noch von Karin Schürch -, die ebenfalls 5 Songs zum Besten gaben, der dritte Song davon war eine Ballade, Halbballade. Nun, 2Bad waren an diesem Abend die einzige Combo, welche eben einen dieser ruhigeren Songs - wie im vorhergehenden Satze erwähnt - vortrugen. Atmosphärische, tragende Keys von Victor in Unterstützung des Tieftöners von Dänu, stets powernd und nach vorne getrieben, getrommelt durch Thomas, solide, mit vereinzelten Double-Bass-Attacken, was den Sound sogleich in die powermetallische Regionen driften liess. Steve's filigranes Rhythmus, Melodien- und Solispiel perfekt zum treibenden, hardrockig-metallischen Gesamtsound hinzugefügt. Begleitet und untermalt durch kräftige und sogleich dezente Backing Vocals von Denise, welche die sehr powervolle, kräftige und vibratoklingende Leadstimme von Daniel hervorragend zum Tragen brachte. Einen Wahnsinns-Stimmakrobaten haben sich da 2Bad angelacht, der keinerlei internationalen Vergleiche sich scheuen zu braucht. 5 Songs, die wie bei Izamanya nach mehr lechzten, doch zum Schluss powerten 2Bad einen astreinen Metaller ins Publikum. Ganz saubere Sache, 2Bad ... 2Good!


Okto Vulgaris
Ebenfalls nach einer erneuten, circa +/-5-minütigem Unterbruch, enterten dann der Churer Vierer namens Okto Vulgaris die Bühne. Wow, da wurde ganz interessanter Grunge gepaart mit leicht doomigen Alternative-Rock/Hardrock-Anleihen zelebriert. Yep, also Nirvana hätten's nicht besser machen können ..., oder Primal Fear, ... oder Soundgarden ..., um ebenfalls einen stilistischen Anhaltsanker zu werfen. Well, Okto Vulgaris, das sind Sarah an den Leadvocals, Rhythmus- und Leadgitarre, Mary an der Rhythmus- und Leadgitarre, Fabian - oder 'Mähna' - am Bass sowie Jack an den Drums. Mit schwarz untermalten bzw. unterstrichenen Augen enterten sie die Bühne und legten sogleich los. Ebenfalls mit 6 Tracks, ebenfalls soundeten die 6 Songs viel zu schnell - sprich: will sagen, hätte auch hierbei gerne länger zugehört -, aber mit vier Bands wird's dann doch zeitlich irgendwann 'arschknapp' ... Anyway, 6 Songs, die abwechslungsreicher und auch überraschender nicht hätten sein können. Da ist mal Jack's stetes trommeln, beinahe schon monoton, aber im verdammt positiven, groovigen Element gedacht und gespielt. Unterstützt wird er dabei konsequent von 'Matte', dem tieftönernden Fabian, ebenfalls sehr groovend und treibend. Somit lassen die beiden Herren den beiden Damen viel Platz, Atmosphäre und eben besagte Momente des Seins und Klingens von teils komplexen, aber stets groovenden Grunge. Mary rifft und raffelt beinahe unisono mit Sarah durch die Songs, untermalt mit vereinzelten Melodiebögen von Mary, dann kurzen, mal raffelnden Soli von Sarah und dem einfach genialen und coolen Sprech-, Kreisch-, Powergesang von eben besagter Frontlady Sarah. Der Sound von Okto Vulgaris lässt headbangendes und sehr aktives Bühnenstaging zu. Beim dritten Song wurde dann noch kurzerhand ein paar Schnäpse à la 'Kleiner Feigling' im Publikum verteilt, worauf man selbst dann - die grosse Schnapsflasche in der Band umherreichte - und zusammen 'güügelte'. Ein cooler und zusammenschweissender Zug der Band, machte diesen Event noch familiärer, man rutschte noch näher zusammen. Ebenfalls, Dampfhammer des Grunges par excellence, aus einem sehr eigenständigen und blumigen Mikrofonständer - natürlich on the top mit einem Elvis-Mikrofon gesetzt - von Sarah durchgesungen. Eine sehr zusammengeschweisste, groovende und druckvolle Präsentation von leicht beginnender, hochalpiner rockig-metallischen Kapelle, hellyeah!


Teronation
Nun, die Erläuterung, weshalb ich die Kantone neben den Bands geschrieben habe. Diese Tour namens 'Under One Hat Tour 2019' spielte jeweils in mindestens zwei Orten des genannten Kantons, wo dann die jeweilige Band den sogenannten Hauptact zelebrierte. Nun, um die Umbauphase mal etwas anders zu nutzen, hier deshalb meine Erklärung dazu: Headliner dieses heutigen Abends sind Teronation, die junge Thrash-Combo aus dem Kanton Zürich. Aha, ergo, waren Teronation im Komplex 457 Club der eben genannte Hauptact, oder eben Headliner, wie man im Fachjargon so sagt. Der Vierer, die jüngste Band in diesem Package, da allesamt um 20 bis Mitte 20 in Alterszahlen genannt, mit aktualisiertem Line-Up in Form von Michael Arnold (Rhythmus- & Leadgitarre), Siro Giger (Vocals, Rhythmus- & Leadgitarre), Alessio Frattaroli (Bass) und Dave Wieser (Drums) zelebriert leicht megadeth-mässigen Thrash-Metal, um auch hier einen kleinen, vagen Anhaltspunkt zu geben. Nach ebenfalls einer erneuten +/-5-minütiger Umbauphase enterten der junge Zürcher Thrash-Vierer die Stage, thrashten und speedeten sogleich los. Als Headliner durften sie selbstverständlich einige Songs mehr spielen, kamen so auf total 8 Songs, mit einer Zugabe dazugerechnet. Man baute als einzige Band ins Set ein sehr professionelles und cooles Solo-Drumming. Auch die danach folgende, weitere Kommunikation mit dem Publikum durch Siro, der es dann sich auch nicht nehmen liess, einen Song im Publikum-Pulk durchzusingen, die Gitarre auf dem Bühnenboden vor dem Drumpodest liegend, mal unbeachtet zu lassen, denn Michi an der Leadgitarre spielte den Song sehr präsent und perfekt durch. Für mich eine sehr originelle und gelungene Einlage, mal was eben anderes, mal was eben, wo man sich als einer der Nasen sich gerne daran zurück erinnern mag, denn so spielt und setzt man sich als Band durch, an die man sich eben auch gerne ersinnen mag, eben Teronation, Teronation-like. Man spielte auch zwei neue Songs, gar ein sehr kurzes, ruhiges Stück, bei welchem die Band sich an den Bühnenrand setzte, das Publikum sich im Saale - und zwar alle (!) - setzte und so zur Überleitung in den nächsten Thrash-Kracher sauber intonierte. Die neuen Tracks kamen beim Publikum sehr gut an, war der Eine ein gnadenloser Midtempo-Stampfer. Ja, man hört schon heraus, welches die neuen Tracks sind und welche speedigere Songs vom Debutalbum sind. Zudem feierte Alessio noch seinen Geburtstag - Happy Birthday, Alessio! - gepaart mit abgehenden, langen Partybomben mit farbigen Konfetti, farbigen 'Schlangenbänder' ... Ach ja, und mit Seifenblasen harmonisch untermalt ... Die Party war somit - familiär - angerichtet. Zu guter Letzt gab es noch einen Mosh-Pit, wo die linke Meute auf die rechte Meute zurannte, umrannte und einfach eine Thrash-Party abfeierte. Ja, das speedige, doublebass-lastige, sehr präzise Drumming von Dave, dem stets treuen Knappen am Viersaiter namens Alessio, den stakkatomässigen, aber auch sehr melodiösen und tragenden beiden Rhythmusgitarren von Siro und Michi, die stets melodiösen Soli von Michi und zu guter Letzt den klaren, wütenden, thrashigen Shouts von Siro durch die Mikrofondioden gejagt. Man merkte sofort, dass die Chemie bei Teronaton absolut stimmt und sie - wie auch alle anderen Bands an diesem Abend - stets den Spass auf der Bühne hatten. So startet man dann schlussendlich in die neue Woche, voller Motivation und der Montag wird einem dann völlig egal sein, weil man sich immer noch im Komplex 457 Club befindet und von diesem Line-Up sich berieseln lässt. Ein vollends gelungenes Package, hellyeah!



... Untenstehend, da findet ihr noch die letzten Daten dieser 'Under One Hat Tour 2019'. Lasst euch diese nicht entgehen, denn ihr werdet so was von voll auf die Kosten kommen, weil's einfach nur Spass macht, eben diese vier unterschiedlichen Bands sich reinpfeifen zu dürfen, denn ich bevorzuge doch - ohne Bedenken, ohne Wenn und Aber - das 'Under One Hat Tour 2019'-Drüsenfieber - aus den Gehörgängen hervorquillend - als das Pfeiffersche Drüsenfieber. Goiles, eidgenössisches Musikschaffens der harten Sorte. Sollte und darf man sich einfach nicht entgehen lassen. Habe fertig, Prost, Tschüss & gute Nacht!

Die Rille - Musik abseits des Mainstreams

2BAD?? TWO BAD?? TOO BAD?? TO BAD??

Wie heissen sie den nun richtig?? 2Bad eine Rockband aus dem Bernbiet stellt ihren Erstling vor. Und was für einen!!! Alles "alte" Hasen im harten Rockgeschäft, die sich ihre Sporen bei diversen, anderen Bands abverdient haben, ziehen hier alle Register ihres Könnens. With a little help from Carl Sentance (Nazareth/Krokus), der die Songs eingesungen hat. Hier stimmt nun wirklich alles, diese Band braucht sich wahrlich nicht vor der in- und ausländischen Konkurrenz verstecken. Harte Riffs wechseln sich ab mit dezent eingestreuten Orgel- und Klavierklängen. Sicher die "Giele" aus dem Bernbiet haben den Rock nicht neu erfunden. Man hört bei diversen Stücken die Vorbilder heraus. Was soll daran schlecht sein, schliesslich sind Deep Purple, Uriah Heep, Journey und Whitesnake nicht die schlechtesten Vertreter einer Zunft, die sich da Hardrock oder AOR nennt. Und trotzdem tönt das ganze Album nie wie eine Kopie der vorgenannten Bands. 2Bad haben den Songs ihren ureigenen Stempel aufgedrückt. Wundern muss man sich nicht, sass doch an der Mixing Konsole und auf dem Produzenten Stuhl kein geringerer als "Mastermind" Many Maurer!!! Für www.die-rille.ch mit Abstand der beste Produzent in der Schweiz. Sicher konnten die "Giele" auch von seinem musikalischen Handwerk und seiner Erfahrung sowohl als Musiker wie auch als Produzent, da und dort profitieren. Diese Band hat, wenn sie zusammen bleibt, grosses Potential, sowohl im Inland wie auch im Ausland. Leider fehlt es wie so oft an der richtigen, professionellen Promotion. Keine Plattenfirma ist mehr bereit in eine "junge" neue Band zu investieren. Alles läuft über irgendwelche Castingshows. Eintagsfliegen zählen leider mehr, als "Hard working Woman or Man". Holt Euch dieses Meisterwerk in euren CD Player - nix download - der Künstler möchte gerne für seine Arbeit bezahlt werden!!! Siehe das Beispiel von Peter Frampton auf www.die-rille.ch/news

www.2bad-music.com 

November 2018

https://www.die-rille.ch/news/cds/

2BAD + IZAMANYA IM BURN OUT, Kirchberg BE, 28.10.2017
Bericht 29.10.2017

Die Mischung macht es aus! Sie toben sich aus, 2BAD, mit dem Mix zwischen 80iger Classic Rock und modernem Heavy Metal. Die breite Palette des Sounds passt optimal zu den fünf Musikern, welche sich mit dem Projekt identifizieren. Alle fünf kommen aus verschiedenen Bands und haben sich mit ihrem Nebenprojekt 2BAD neu formiert und in Kürze ihr Debütalbum "AIMING HIGH" in Szene gesetzt. Die Vision von Steve Businger (guitar) und Dänu Grossenbacher (bass) wurde Realität.

Sie wollten die etwas verstummten griffig harten Klängen wieder unter die Leute bringen und verankern. Real wurde ihr Traum, ein erstes Album zu veröffentlichen, zusammen mit Many Maurer als Produzent (Krokus, Ain't Dead Yet). Für die Musik zeichnen Steve Businger und Dänu Grossenbacher zusammen mit Many Maurer verantwortlich, die Lyrics dazu von Daniel Balmer. Das Studioalbum wurde von keinem geringeren als Carl Sentance eingesungen. Er verstand es die Würze für die nötige Härte einzubringen. Ihr Slogan: "Let's aim it high to live our dreams!".

Das Line-Up dieser Power-Gruppe: Steve Businger, guitar - Dänu Grossenbacher, bass - Daniel Brönnimann, vocals - Victor Rettenmund, keys - Timo Wüthrich, drums

Backing Vocals: Karin Flückiger und Denise Schwab Businger

Das Konzert in der BURN OUT BAR in bernischen Kirchberg war unglaublich imposant mit mehrheitlich harten Tönen des Hauptacts 2BAD. Nebenbei erwähnt, die BURN OUT BAR ist ein Tipp für gute Konzertabende und dazu passendem Ambiente. Als Einstimmung präsentierten die zwei grossartigen Künstler Iza und Many Maurer ihre brandneue EP "SECOND LIFE" mit vier Songs akustisch dem erstaunten und laut applaudierenden Publikum. Iza Loosli (Sweet November und Bluesaholics aus Zofingen) verfügt über eine starke und melancholisch berührende Stimme und Many Maurer über unglaubliche Virtuosität an seiner Gitarre. Gerne hätte man noch mehr von IZAMANYA, ihr Bandname, gehört.
Line-Up: Iza Loosli, vocals - Many Maurer, guitar, bass - Peter Haas, drums.

Danach stand die Knallerband ungebändigt auf den Bühnenbrettern mit Frontmann Daniel Brönnimanns Metallstimme. Die Setliste konnte sich zeigen lassen. Insgesamt sechzehn Songs, neun aus ihrem aktuellen Album und sieben teils gecoverte Songs zerwühlten die Zuschauer und tosten in deren Trommelfelle. Sie liessen es einfach voll Krachen und injizierten ihre Songs in die Köpfe des begeisterten Rock Publikums.

Die Setliste, Albumsongs in Grossbuchstaben: 01 Intro 02 WAITING FOR THE NIGHT 03 SEPTEMBER 04 Man On The Silver Mountain 05 GAIN DOMAIN 06 LIVE WIRE 07 Headless-Cross 08 Standing In The Shadows 09 FREE YOUR MIND 10 TRACES IN THE SAND 11 Love Ain't No Stranger 12 WASTED 13 AIMING HIGH 14 NATURAL GROOVE 15 Mistreated 16 Hush

Ein Abend voller bombastischem Rock mit super Musikern, Sänger/innen und toller Akustik ist mehr als befriedigend zu Ende gegangen. Liebe Leser/innen, beide Bands solltet ihr euch unbedingt mal gönnen, wenn ihr so richtig abgehen möchtet!

Weitere Infos: www.2bad-music.com und www.izamanya.com
und
http://www.bluevisions.ch/aa_CONCERT-PICS.html

2BAD - Aiming High
Eigenvertrieb
Gewisse Dinge dauern manchmal eben etwas länger, aber obwohl das Album «Aiming High» der Schweizer Band 2BAD heuer schon im Frühling erschienen ist, muss jetzt endlich darüber berichtet werden! Warum wir das Teil bei Metal Factory nicht eher in die Finger bekommen haben, ist wohl zu einem Teil der fehlenden Distribution auf Record-Label Niveau geschuldet. Wie dem auch sei, aber dank den sozialen Medien, in diesem Fall Facebook, kam die Sache über Projekt-Gründer und China-Basser Danny "Blockhead" Grossenbacher ins Rollen, und schliesslich war es Gitarrist Steve Businger (Foolhouse), als zweiter Mann im Bunde, der mir das Teil per Post zukommen liess. Bei der ersten Durchsicht des Infosheets stachen mir sogleich Begriffe wie "strotzende Energie", "pompöse powernde Rocksongs" und "brillante wie kunstvoll arrangierte Balladen" ins Auge. Dazu Sachen wie "eine wilde Mischung aus 80er Classic Hardrock und modernem Heavy Metal". Aha, und als Knöpfchen-Dreher fungierte Many Maurer (Ex-Ain't Dead Yet, Ex-Krokus), der dem Ganzen im eigenen SoundTraxx-Studio den nötigen Schliff verpasst hat. So weit so gut und schon mal ziemlich interessant, was da auf dem Papier zusammen kommt. Doch das war noch nicht alles, denn kein Geringerer als der jetzige Nazareth-Sänger Carl Sentance, der 1999 bekanntlich «Round 13» von Krokus eingesungen hat und neben der Band von Don Airey (Deep Purple, Ex-Zig Bands) auch Solo nicht untätig war, veredelte so zu sagen als "Very Special Guest" das Debüt von 2BAD. Sowas weckt natürlich grosse Erwartungen, und ich war nun sehr gespannt, was mir soundmässig ans Ohr dringen wird. Der schleppende Opener «Waiting For The Night» erweist den aktuellen Europe alle Ehre und schon jetzt ist klar, dass die Wahl von Carl nicht besser hätte ausfallen können. Ein wirklich opulenter und sackstarker Beginn! Nicht minder geil flutscht danach der etwas flotter marschierende Titeltrack in die Gehörgänge und verströmt massig Vibes von Deep Purple in den 80ern, aber hallo! Und das modernmetallische Rocken wird zunächst mal gekonnt mit dem Song «September» transportiert. Drei Songs und bereits dreimal beide Daumen nach oben! Wie es wohl weiter geht? Beim Anblick des Titels «Live Wire» dachte ich zuerst noch, dass dies vielleicht eine hier völlig unpassende Version des AC/DC- oder wahlweise gleichnamigen Mötley-Crüe Klassikers sei, doch zum Glück weit gefehlt!

Vielmehr ist dieser Hammertrack schlicht das Highlight der ganzen Scheibe, bewegt sich ebenso auf der Europe/Purple Schiene und besticht ausserdem mit gänsehauterzeugenden Backing Vocals. Boa Leute, was ist denn hier los? Während «Traces In The Sand» die Anforderungen an eine genreübliche Halbballade locker erfüllt, könnte man sich bei «Do It Right» locker auch Joey Tempest am Gesang vorstellen. «Natural Groove» groovt derweil in der Tat in bester Rainbow-Manier und lässt die Fensterscheiben erzittern. Herrlich dabei der Hammond-Sound von Victor Rettenmund in der kurzen Bridge, der mir natürlich nicht vertrauter vorkommen könnte. Wer nun meint, dass 2BAD ihr Pulver langsam verschossen haben könnten, wird mit dem Oberkracher «Gain Domain» sofort eines Besseren belehrt, der sich mitunter wohlig vor MSG/UFO und einmal mehr Deep Purple verbeugt, grandios! Gleiches gilt generell für das exzellente Spiel von Gitarrist Steve Businger, dessen kerniger Klampfensound relativ nahe bei Michael Schenker liegt und auch die Soli nichts als brillant sind. Einen leichten Abzug gibt es bei «Free Your Mind», wo sich zum abgehackten Eingangsriff automatisch Survivor's Hit «Eye Of The Tiger» nebendran hinstellt und der zwischenzeitliche Disco-Groove etwas schief in der Landschaft steht. Doch die Kür ist noch nicht zu Ende! «Wasted» ist bekanntlich ein uralter Song von Def Leppard, und obwohl wir es auch hier nicht mit einer Cover-Version zu tun haben, schimmern die tauben Leoparden interessanterweise dennoch etwas durch. Der Schlusstrack «Winter Has Come» als ruhige Piano-Ballade könnte nun nicht besser in die jetzige Jahreszeit hinein passen, und wenn man so den Lyrics des guten Carl lauscht, wähnt man sich fast schon vor dem heimischen Weihnachtsbaum! Fazit? Ich bin echt begeistert Freunde und hätte das so echt nicht erwartet! Für meinen persönlichen Geschmack, vor allem beim Einsatz von Kopfhörern (in meinem Fall BOSE), ist der grundsätzlich sehr gute Sound eine Spur zu mittenlastig ausgefallen. Unter dem Strich bereitet «Aiming High» aber mächtig Freude, und die Verpflichtung von Orymus-Shouter Danny Brönnimann als künftiger Frontmann darf ebenso als gelungen bezeichnet werden. Wen nun der Hafer gestochen hat, eine tolle neue Schweizer Band unterstützen und das edle Werk umgehend abgreifen möchte, geht entweder gleich zu iTunes oder meldet sich direkt bei den Jungs über Facebook!
Rockslave   
Punkte: 8.5 von 10